Frau genießt Sonnenlicht im Freien – Titelbild zum Thema Vitamin D Mangel im Winter und warum Sonnenlicht für die Vitamin-D-Bildung wichtig ist.

Vitamin D Mangel im Winter: Ursachen und Lösungen

Geschrieben von: Silas Kühl

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Morgens im Dunkeln zur Arbeit, acht Stunden im Büro und abends wieder im Dunkeln nach Hause: So sieht ein gewöhnlicher Januartag für viele Berufstätige aus. Selbst wer am Wochenende spazieren geht, zeigt bei Kälte meist nur Gesicht und Hände. Im Frühjahr folgt dann oft die irritierende Frage, warum Müdigkeit, Muskelschwäche oder diffuse Beschwerden trotz vermeintlich „gesunder Lebensweise“ nicht verschwinden.

Dahinter muss keineswegs automatisch ein Nährstoffdefizit stecken – doch ein Vitamin D Mangel im Winter ist in Deutschland durchaus plausibel. Der entscheidende Punkt ist nicht allein, wie viel Zeit jemand draußen verbringt. Maßgeblich sind Sonnenstand, Hautfläche, Hauttyp, Alter und die Frage, wie gut die körpereigenen Speicher im Sommer gefüllt wurden.

Dieser Artikel erklärt, warum die Vitamin-D-Bildung saisonal einbricht, wie Blutwerte einzuordnen sind und wann Ernährung, Test oder Supplementierung tatsächlich sinnvoll werden.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Kurzgesagt: Vitamin D Mangel im Winter richtig einordnen

UV-B-Strahlung ist in Deutschland im Winter häufig zu schwach für eine nennenswerte Vitamin-D-Bildung der Haut.

Der relevante Laborwert heißt 25-Hydroxyvitamin D, kurz 25(OH)D.

Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Stimmungstiefs sind unspezifisch und beweisen keinen Mangel.

Menschen mit dunkler Haut, höherem Alter oder geringer Außenaktivität haben ein erhöhtes Risiko.

Fensterglas lässt sichtbares Licht durch, blockiert aber den größten Teil der für die Vitamin-D-Bildung benötigten UV-B-Strahlung.

Ein einzelner niedriger Wert muss anhand von Jahreszeit, Beschwerden, Erkrankungen und Medikamenten beurteilt werden.

Die DGE nennt bei fehlender körpereigener Bildung 20 Mikrogramm pro Tag beziehungsweise 800 IE als Referenzwert – nicht als pauschale Therapiedosis.

Hoch dosierte Präparate sollten nicht ohne medizinische Einordnung eingenommen werden.

Wie der Körper Vitamin D bildet – und warum der Winter stört

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein: Der Körper kann es selbst herstellen. Trifft UV-B-Strahlung auf unbedeckte Haut, entsteht zunächst Prävitamin D3. Leber und Nieren wandeln es anschließend in biologisch nutzbare Formen um.

Für die Bildung und Beurteilung von Vitamin D sind vor allem diese Punkte wichtig:


  • UV-B-Strahlung: Sie ist notwendig, damit die Haut Vitamin D bilden kann.

  • Leber und Nieren: Sie wandeln Vorstufen in biologisch nutzbare Formen um.

  • 25(OH)D: Dieser Blutwert wird überwiegend zur Beurteilung des Vitamin-D-Status genutzt, weil er die Versorgung über einen längeren Zeitraum besser widerspiegelt.

  • Jahreszeit: Der Sonnenstand beeinflusst erheblich, wie viel UV-B-Strahlung die Haut tatsächlich erreicht.

Zwischen etwa Oktober und März steht die Sonne in Deutschland so tief, dass die Atmosphäre einen erheblichen Teil der UV-B-Strahlung herausfiltert. Ein heller Wintertag ist deshalb keineswegs nutzlos – Tageslicht ist beispielsweise für den Tag-Nacht-Rhythmus wichtig –, für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion kann die UV-B-Strahlung dennoch zu gering sein.

Auch hinter einem sonnigen Bürofenster entsteht kaum Vitamin D. Fensterglas lässt zwar sichtbares Licht durch, hält jedoch einen großen Teil der für die Vitamin-D-Bildung notwendigen UV-B-Strahlung zurück. 


Eine große europäische Analyse von Cashman und weiteren Forschungsteams verdeutlicht die saisonalen Unterschiede. Dafür wurden standardisierte Daten von 55.844 Personen aus 14 europäischen Untersuchungen ausgewertet. Werte unter 30 nmol/l waren im Winterhalbjahr deutlich häufiger als im Sommerhalbjahr.

Die Ergebnisse lassen sich für die Praxis auf drei zentrale Punkte herunterbrechen:


  • Vitamin-D-Werte schwanken saisonal.

  • Niedrige Werte treten im Winter häufiger auf als im Sommer.

  • Der Zeitpunkt der Blutabnahme sollte bei der Interpretation eines 25(OH)D-Wertes berücksichtigt werden.

Die Untersuchung zeigt damit vor allem eines: Ein Vitamin-D-Blutwert sollte nicht vollkommen losgelöst von Jahreszeit, individuellen Risikofaktoren und der vorausgegangenen Sonnenexposition betrachtet werden.


Quelle: Cashman KD et al. Vitamin D deficiency in Europe: pandemic? American Journal of Clinical Nutrition, 2016.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26864360/

Warum manche Menschen besonders niedrige Werte entwickeln

Ein Vitamin D Mangel im Winter entsteht selten durch einen einzigen Faktor. Entscheidend ist die Kombination aus geringer UV-B-Strahlung und individuellen Voraussetzungen. Ältere Haut bildet weniger Vitamin D als junge Haut. Eine stärkere Pigmentierung reduziert die Vitamin-D-Bildung unter vergleichbaren UV-B-Bedingungen, sodass für dieselbe Produktion eine längere beziehungsweise intensivere Exposition erforderlich sein kann.

Hinzu kommen Faktoren wie Schichtarbeit, Pflegebedürftigkeit, konsequent bedeckende Kleidung, Adipositas sowie bestimmte Erkrankungen von Darm, Leber oder Niere.



Was deutsche Bevölkerungsdaten tatsächlich zeigen



Eine Untersuchung von Rabenberg und weiteren Forschenden auf Basis der bundesweiten DEGS1-Erhebung zeigt, dass niedrige Vitamin-D-Werte in Deutschland kein Randphänomen sind. Untersucht wurden 6.995 Erwachsene zwischen 18 und 79 Jahren. Rund 30 Prozent lagen unter 30 nmol/l; mehr als 60 Prozent erreichten nicht 50 nmol/l.


Wichtig für die Interpretation: Solche Bevölkerungsdaten beschreiben die Verteilung bestimmter Laborwerte. Sie bedeuten nicht, dass mehr als 60 Prozent der Bevölkerung automatisch krank sind, Beschwerden haben oder zwingend behandelt werden müssen. Genau diese Unterscheidung ist bei Aussagen über einen vermeintlich weitverbreiteten „Vitamin-D-Mangel“ entscheidend.


Quelle: Rabenberg M et al., Untersuchung zum Vitamin-D-Status Erwachsener in Deutschland auf Basis von DEGS1.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25886941/


Ein oft übersehener Zusammenhang ist das Körpergewicht: Vitamin D ist fettlöslich und verteilt sich teilweise im Fettgewebe. Bei Adipositas können deshalb niedrigere 25(OH)D-Konzentrationen im Blut auftreten. 

Hand hält eine Vitamin-D-Kapsel vor die Sonne – Symbolbild für Vitamin D, Sonnenlicht und Vitamin-D-Mangel im Winter.
https://canasups.com/blogs/canasups

Beschwerden, Grenzwerte und typische Fehlschlüsse

Leichte Defizite bleiben häufig unbemerkt. Ausgeprägte oder länger bestehende Mängel können dagegen Muskelschwäche, Knochenschmerzen und eine gestörte Knochenmineralisation begünstigen. Bei Erwachsenen wird eine daraus entstehende Knochenerweichung Osteomalazie genannt.


Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen oder häufige Infekte sind hingegen so unspezifisch, dass sie zahlreiche andere Ursachen haben können – beispielsweise Schlafmangel, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder psychische Belastungen. Solche Beschwerden allein reichen deshalb nicht aus, um einen Vitamin-D-Mangel zu diagnostizieren.



Warum ein Stimmungstief kein Vitamin-D-Beweis ist



Winterliche Niedergeschlagenheit wird häufig direkt mit einem niedrigen Vitamin-D-Wert erklärt. Das greift zu kurz: Sichtbares Morgenlicht beeinflusst die innere Uhr und Melatoninsteuerung, obwohl es nicht genügend UV-B-Strahlung für eine relevante Vitamin-D-Bildung liefern muss. Lichtmangel und niedrige Vitamin-D-Werte können daher gleichzeitig auftreten, sind aber nicht derselbe Mechanismus.


Eine Supplementierung sollte deshalb nicht automatisch als Behandlung einer sogenannten Winterdepression verstanden werden. Bei länger anhaltender gedrückter Stimmung, deutlichen psychischen Beschwerden oder erheblichen Einschränkungen im Alltag sollte eine ärztliche beziehungsweise psychotherapeutische Abklärung erfolgen.


Auch in einer pharmazeutischen Beratung – beispielsweise bei der Mari Jane Apotheke (https://mari-jane.de/) – sollte deshalb nicht allein die Frage „Welches Präparat?“ im Mittelpunkt stehen. Apothekenteams können unter anderem dabei unterstützen, bereits eingenommene Präparate auf mögliche Doppelzufuhren zu prüfen, Dosierungsangaben verständlich einzuordnen und eine geeignete Einnahmeform auszuwählen.


Gerade die Verwechslung von Mikrogramm und Internationalen Einheiten führt im Alltag leicht zu Fehleinschätzungen: 20 Mikrogramm entsprechen 800 IE.


Die pharmazeutische Beratung ersetzt dabei jedoch keine ärztliche Diagnose. Die Beurteilung komplexer Laborbefunde, die Abklärung möglicher Erkrankungen sowie Therapieentscheidungen bei relevanten Vorerkrankungen oder ausgeprägten Beschwerden gehören in ärztliche Hände.

Wann ärztliche Abklärung besonders sinnvoll ist

Ein Vitamin D Mangel im Winter sollte medizinisch abgeklärt werden, wenn Beschwerden oder Risikofaktoren vorliegen, die über einen unspezifischen Winterdurchhänger hinausgehen.

Besonders sinnvoll ist eine ärztliche Abklärung beispielsweise bei:


  • deutlicher Muskelschwäche

  • anhaltenden Knochenschmerzen

  • wiederholten Stürzen

  • Knochenbrüchen ohne angemessenen Anlass

  • chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

  • schweren Leber- oder Nierenerkrankungen

  • Zustand nach bariatrischer Operation

  • der längerfristigen Einnahme bestimmter Medikamente, etwa einiger Antiepileptika oder Glukokortikoide

Diese Faktoren können den Knochen- und Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen und die medizinische Einordnung eines möglichen Mangels wichtiger machen.


Routine-Screenings ohne Risikofaktoren sind dagegen nicht automatisch nützlich. Der Laborwert sollte immer im Zusammenhang mit Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenten und der individuellen Situation beurteilt werden. Auch Messverfahren und verwendete Grenzbereiche können sich unterscheiden.


Wichtig ist außerdem die Gegenrichtung: Eine dauerhaft deutlich zu hohe Vitamin-D-Zufuhr kann zu erhöhten Kalziumwerten im Blut führen. Mögliche Beschwerden einer solchen Überversorgung können unter anderem sein:


  • Übelkeit

  • ausgeprägter Durst

  • häufiges Wasserlassen

  • Schwäche

  • bei schwerem Verlauf auch Verwirrtheit oder Herzrhythmusstörungen

Bei starken Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen, deutlicher Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen oder einem erheblich verschlechterten Allgemeinzustand nach hoch dosierter Einnahme sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

In einem solchen Fall reicht es nicht aus, lediglich die weitere Einnahme eigenständig anzupassen.

Was im Vitamin D Mangel im Winter praktisch hilft – ohne vorschnelle Megadosen

Der erste Schritt ist eine realistische Bestandsaufnahme: Wie viel Zeit wurde im Sommer regelmäßig draußen verbracht? Bestehen Risikofaktoren oder relevante Beschwerden? Werden bereits mehrere Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel mit Vitamin D eingenommen?

Für die persönliche Einschätzung können vor allem folgende Punkte relevant sein:


  • Sonnenexposition: Wie regelmäßig war die Haut im Frühjahr und Sommer der Sonne ausgesetzt?

  • Risikofaktoren: Bestehen beispielsweise ein höheres Alter, geringe Außenaktivität oder bestimmte Vorerkrankungen?

  • Beschwerden: Treten anhaltende Muskelschwäche, Knochenschmerzen oder andere auffällige Symptome auf?

  • Bereits eingenommene Präparate: Enthalten andere Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel möglicherweise ebenfalls Vitamin D?

Wer lediglich einen unspezifischen Winterdurchhänger erlebt, braucht nicht automatisch einen Bluttest. Bei erhöhtem Risiko oder medizinisch relevanten Beschwerden kann die Bestimmung von 25(OH)D dagegen helfen, die Versorgung gezielter einzuordnen.

Über Lebensmittel lässt sich Vitamin D nur begrenzt zuführen. Zu den Lebensmitteln, die vergleichsweise relevante Mengen enthalten, gehören insbesondere:


  • fettreiche Fische wie Hering, Lachs und Makrele

  • Eigelb

  • bestimmte Pilze

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt bei vollständig fehlender körpereigener Bildung einen Referenzwert von 20 Mikrogramm beziehungsweise 800 IE täglich. Dieser Wert ist ein Schätzwert für eine angemessene Zufuhr unter der Voraussetzung fehlender endogener Synthese und keine individuelle Therapiedosis.


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Referenzwerte für Vitamin D.
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/


Auch große Interventionsstudien zeigen, warum Vitamin D nicht als universelles Schutzmittel verstanden werden sollte. In der VITAL-Studie erhielten 25.871 überwiegend gesunde Erwachsene Vitamin D3 oder ein Placebo. Die Supplementierung senkte die untersuchten Gesamtzahlen invasiver Krebserkrankungen und schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse nicht signifikant.

Für die Praxis bedeutet das: Die gezielte Behandlung eines bestätigten Mangels ist etwas anderes als die Annahme, dass hohe Vitamin-D-Dosen grundsätzlich jeden gesunden Menschen noch gesünder machen. Entscheidend sind daher vor allem:


  • ein tatsächlicher individueller Bedarf

  • eine angemessene Dosierung

  • die Berücksichtigung bereits eingenommener Präparate

  • bei erhöhtem Risiko eine medizinische beziehungsweise pharmazeutische Einordnung

Quelle: Manson JE et al. Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease. New England Journal of Medicine, 2019.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30415629/

Vitamin-D-reiche Lebensmittel mit Lachs, Fisch, Eiern und Milchprodukten – Ernährung als ergänzende Vitamin-D-Quelle.
https://canasups.com/blogs/canasups

Fazit

Ein Vitamin D Mangel im Winter ist in Deutschland biologisch gut erklärbar: Der niedrige Sonnenstand begrenzt die für die körpereigene Vitamin-D-Bildung verfügbare UV-B-Strahlung, während moderne Arbeits- und Lebensgewohnheiten die Hautexposition zusätzlich reduzieren können.

Das persönliche Risiko hängt jedoch nicht nur von der Jahreszeit ab. Eine Rolle spielen unter anderem:


  • Hauttyp

  • Alter

  • Körpergewicht

  • Vorerkrankungen

  • eingenommene Medikamente

  • die im Sommer aufgebauten Vitamin-D-Reserven

Unspezifische Müdigkeit allein rechtfertigt weder eine Selbstdiagnose noch hoch dosierte Präparate. Bei Risikofaktoren oder anhaltenden Beschwerden kann ein medizinisch korrekt eingeordneter 25(OH)D-Wert mehr Klarheit schaffen.

Für eine sinnvolle Vitamin-D-Versorgung sind vor allem drei Punkte entscheidend:


  • eine möglichst gute Grundversorgung über Alltag und Ernährung

  • eine bedarfsgerechte Supplementierung, wenn sie sinnvoll ist

  • der Verzicht auf unkontrollierte Megadosen

Megadosen ohne medizinische Kontrolle bieten keinen belegten allgemeinen Zusatznutzen und können bei Überdosierung gesundheitliche Probleme verursachen.

Das Ziel ist deshalb nicht ein möglichst hoher Laborwert, sondern eine bedarfsgerechte, sichere und individuell passende Vitamin-D-Versorgung.

Quellen & weiterführende Informationen


  1. Cashman KD et al. Vitamin D deficiency in Europe: pandemic? American Journal of Clinical Nutrition, 2016.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26864360/

  2. Rabenberg M et al. Untersuchung zum Vitamin-D-Status Erwachsener in Deutschland auf Basis der DEGS1-Erhebung.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25886941/

  3. Manson JE et al. Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease. New England Journal of Medicine, 2019.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30415629/

  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für Vitamin D.
    https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/

  5. Robert Koch-Institut (RKI): Informationen und Bevölkerungsdaten zum Vitamin-D-Status in Deutschland.

Redaktioneller Hinweis: Die Inhalte wurden nach dem aktuellen Stand der angegebenen Quellen erstellt. Sie dienen der allgemeinen Information und ersetzen weder eine individuelle ärztliche Diagnose noch eine medizinische Behandlung. Bei Fragen zu Präparaten, Einnahmeformen oder möglichen Doppelzufuhren kann eine Apotheke unterstützen; die Diagnose und Behandlung komplexer medizinischer Ursachen gehört in ärztliche Hände.


Unser Autor Silas

Silas Kühl - Autor bei Canasups

Als Autor bei Canasups und seit mehreren Jahren zentral in der Entwicklung der Marke sowie der Grünschwert GmbH tätig. Er beschäftigt sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Konsumverhalten, Schlaf, Regeneration und funktionellen Nahrungsergänzungsmitteln im Kontext moderner Cannabiskultur.

Durch seine langjährige Erfahrung im Unternehmen sowie die kontinuierliche Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Studien, Nutzererfahrungen und Markttrends verfügt er über ein fundiertes Verständnis der Herausforderungen, mit denen viele Konsumenten im Alltag konfrontiert sind. Seine Inhalte verbinden aktuelle Forschung mit praxisnaher Einordnung und verständlicher Aufbereitung.

Sein Fokus liegt darauf, komplexe Themen transparent, differenziert und ohne Übertreibungen darzustellen. Dabei stehen Aufklärung, Eigenverantwortung und ein bewusster Umgang im Mittelpunkt.

FAQ

Ab wann spricht man von einem Vitamin-D-Mangel?

Häufig wird ein 25(OH)D-Wert unter 30 nmol/l beziehungsweise 12 ng/ml als mangelhafte Versorgung eingeordnet. Werte zwischen 30 und 50 nmol/l werden je nach verwendeter Definition und individueller Situation unterschiedlich bewertet. Laborwert, Beschwerden und Risikofaktoren sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Kann man Vitamin D im Winter durch Sonnenlicht bilden?

In Deutschland reicht die UV-B-Strahlung zwischen etwa Oktober und März häufig nicht für eine relevante körpereigene Vitamin-D-Bildung aus. Ein Aufenthalt im Freien bleibt dennoch sinnvoll, etwa für Bewegung und den Tag-Nacht-Rhythmus. Hinter Fensterglas findet praktisch keine relevante Vitamin-D-Bildung über die Haut statt.

Welche Symptome verursacht ein Vitamin D Mangel im Winter?

Ein leichter Mangel verursacht häufig keine eindeutigen Beschwerden. Bei ausgeprägtem Defizit können Muskelschwäche, diffuse Knochenschmerzen und langfristig eine Osteomalazie auftreten. Müdigkeit oder Stimmungstiefs allein sind kein zuverlässiger diagnostischer Hinweis.

Sollte jeder im Winter Vitamin D einnehmen?

Nein, eine pauschale Supplementierung in derselben Dosierung ist nicht für alle Menschen erforderlich. Alter, Ernährung, Sonnenexposition, Hauttyp, Erkrankungen und Medikamente können die individuelle Situation beeinflussen. Bei erhöhtem Risiko oder Unsicherheit sollte die Dosierung ärztlich oder pharmazeutisch eingeordnet werden.

Wann sollte der Vitamin-D-Wert gemessen werden?

Eine Messung kann bei relevanten Risikofaktoren, Knochenerkrankungen, auffälliger Muskelschwäche oder vermuteten Aufnahmestörungen sinnvoll sein. Auch vor einer längerfristigen hoch dosierten Einnahme kann ein Ausgangswert für die medizinische Beurteilung hilfreich sein. Für gesunde Menschen ohne Beschwerden oder besondere Risikofaktoren wird ein routinemäßiger Test nicht generell empfohlen

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